Geschmack & Aromen
Carménère reift später als Merlot und braucht viel Wärme und Sonne – Chiles ideale Bedingungen. Die Weine sind tief purpurrot mit violettem Rand, duften nach schwarzen Kirschen, Brombeeren und der typischen Note grüner Paprika. Im Geschmack ist Carménère vollmundig mit samtigen Tanninen, einer lebendigen Säure und würzigen Noten von Gewürznelke, Tabak und dunkler Schokolade. Die Paprika-Note (Pyrazine) wird von Kennern geschätzt, kann aber bei unreifen Trauben zu grasig sein.
Carménère ist ein fantastischer Food-Wein – seine Würze und Frucht harmonieren mit gegrilltem Fleisch, Eintöpfen, Barbecue und würzigen Gerichten. Zu Lamm, Rind und Wild ist er eine exzellente Wahl. Besonders wärmere Jahrgänge aus Colchagua und Maipo zeigen die ganze Fülle dieser wiederentdeckten Sorte. Für Einsteiger empfiehlt sich ein chilenischer Carménère aus dem Valle Central.
Wichtige Anbaugebiete
Passt zu
Häufige Fragen
Schmeckt Carménère grün?
Die leichte Paprika-Note ist typisch und gewünscht – sie unterscheidet Carménère von Merlot. Bei vollreifen Trauben ist sie dezent und angenehm. Nur bei unreif gelesenen Trauben kann sie aufdringlich grasig sein.
Warum wurde Carménère in Bordeaux aufgegeben?
Die Reblaus-Katastrophe (Phylloxera) im 19. Jahrhundert vernichtete die meisten europäischen Weinberge. Beim Wiederaufbau pflanzten die Winzer lieber die ertragreicheren und robusteren Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon. Heute gibt es in Bordeaux weniger als 10 Hektar Carménère.