Zahlen, Daten & Fakten zum deutschen Weinmarkt — von der Anbaufläche über die 13 Anbaugebiete bis zu Konsum- und Gastronomie-Trends. Alle Angaben mit Quellen, laufend aktualisiert.
Alle Zahlen sind gerundet („rund/ca.") und können je nach Jahrgang leicht schwanken. Detailzahlen und Quellen im weiteren Verlauf.
Deutschlands Weinbau konzentriert sich auf 13 klar abgegrenzte Anbaugebiete — überwiegend im Süden und Südwesten, entlang von Rhein, Mosel, Main und Neckar. Die folgende Übersicht zeigt die ungefähre Rebfläche je Region.
| Anbaugebiet | Rebfläche (ca.) | Bekannt für |
|---|---|---|
| Rheinhessen | ~27.000 ha | Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner |
| Pfalz | ~23.000 ha | Riesling, Spätburgunder, Weißburgunder |
| Baden | ~16.000 ha | Spätburgunder, Grauburgunder, Weißburgunder |
| Württemberg | ~11.000 ha | Trollinger, Lemberger, Riesling |
| Mosel | ~8.500 ha | Riesling (Steillagen) |
| Franken | ~6.100 ha | Silvaner, Bocksbeutel |
| Nahe | ~4.200 ha | Riesling, Weißburgunder |
| Rheingau | ~3.200 ha | Riesling, Spätburgunder |
| Saale-Unstrut | ~800 ha | Müller-Thurgau, Weißburgunder |
| Ahr | ~550 ha | Spätburgunder (Rotwein) |
| Sachsen | ~490 ha | Goldriesling, Traminer |
| Mittelrhein | ~460 ha | Riesling |
| Hessische Bergstraße | ~460 ha | Riesling, Grauburgunder |
Quelle: Deutsches Weininstitut (DWI), Rebflächen ca. 2023. Rheinhessen und Pfalz stellen zusammen knapp die Hälfte der deutschen Rebfläche.
Über 140 Rebsorten sind in Deutschland zugelassen, doch ein gutes Dutzend prägt den Markt. Riesling ist mit großem Abstand die Nummer eins.
| Rebsorte | Anteil an Rebfläche (ca.) | |
|---|---|---|
| Riesling | ~23 % | |
| Spätburgunder (Pinot Noir) | ~11 % | |
| Müller-Thurgau | ~11 % | |
| Dornfelder | ~7 % | |
| Grauburgunder | ~7 % | |
| Silvaner | ~5 % | |
| Weißburgunder | ~5 % |
Quelle: DWI, Rebflächenanteile ca. 2023. Weißweinsorten stellen insgesamt rund zwei Drittel der Fläche.
Nach Volumen führt Deutschland die Liste der Weinimporteure weltweit an — vor den USA und Großbritannien. Der heimische Weinbau deckt nur rund 40–45 % des Konsums, der Rest wird importiert, vor allem aus Italien, Spanien und Frankreich.
Für Gastronomie, Hotellerie und Eventbetriebe sind diese Zahlen handlungsrelevant: Wer eine durchdachte Weinkarte führt, steigert nicht nur den Umsatz pro Gast, sondern auch die Wahrnehmung des Hauses. Der Trend zur Premiumisierung zahlt sich in der Gastronomie besonders aus — Gäste akzeptieren höhere Flaschenpreise, wenn Beratung und Auswahl stimmen.
Wie groß ist die Weinanbaufläche in Deutschland?Rund 103.000 Hektar, verteilt auf 13 Anbaugebiete. Die größten sind Rheinhessen, Pfalz und Baden. |
Welche Rebsorte ist am häufigsten?Riesling mit rund 23 % der Rebfläche, gefolgt von Spätburgunder und Müller-Thurgau mit je rund 11 %. |
Wie viel Wein trinken die Deutschen?Rund 19–20 Liter pro Kopf und Jahr. Deutschland ist gleichzeitig der größte Wein-Importeur der Welt nach Volumen. |
Ist Weißwein oder Rotwein beliebter?Im Anbau dominiert Weißwein mit rund zwei Dritteln der Fläche. Beim Konsum haben Rotweine in den letzten Jahrzehnten stark aufgeholt. |
Die Angaben auf dieser Seite sind gerundet („rund/ca.") und basieren auf öffentlich zugänglichen Daten folgender Institutionen (Stand: August 2026):
· Deutsches Weininstitut (DWI) — Rebflächen, Anbaugebiete, Rebsortenanteile
· Statistisches Bundesamt (Destatis) — Produktions- und Konsumzahlen
· Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) — weltweite Import-/Exportvergleiche
· Statista / GfK — Markt- und Konsumtrends
Die Zahlen dienen der Orientierung und können je nach Erhebungsmethode und Jahrgang abweichen. Für verbindliche Aussagen konsultieren Sie bitte die Originalquellen.
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